Gelungene Revanche gegen die Jungsenioren der ASKÖ Doppl-Hart 7.6.2017

 

U 69: Klaus Anderwald, Hans Angeli, Simone Böcksteiner, Daniel Böcksteiner, Claudia Fischer, Stefan Grillnberger, Karl Habli, Joschi Hofstadler, Silke Leblhuber, Gerhard Liftinger, Richard Öhlinger, Michael Orthacker, Stefan Schlüsselbauer, Regina Schmidtseder

Nachdem das Trainingsfeld der Union Babenberg noch immer nicht bespielbar war, wurde das Retourmatch gegen die Jungsenioren wieder auf der Anlage der ASKÖ Doppl-Hart ausgetragen – im Gegensatz zum Spiel im Herbst bei idealem Fußballwetter und trockenem Boden. Unser Team war zudem weniger ersatzgeschwächt, damit gab es beste Voraussetzungen, um sich für die knappe Niederlage beim letzten Aufeinandertreffen zu revanchieren.

Anfänglich verlief das Spiel ziemlich ausgeglichen, mit Chancen auf beiden Seiten. Dann erspielte sich unser Gegner aber bald gute Einschussmöglichkeiten. In dieser Phase des Spiels verhinderte Karl Habli mit tollen Reflexen und Paraden die Führung der Jungsenioren. Aus heiterem Himmel fiel dann allerdings das 1:0 für unser Team. Nur wenige Sekunden nach seiner Einwechslung brachte Daniel Böcksteiner unsere U69 mit einem satten Flachschuss in Führung. Nach dummen Fehlern in unserer Abwehr erfolgte allerdings rasch der Ausgleich. Das Spiel stand nun auf des Messers Schneide, bis Silke Leblhuber mit einem tollen Schuss von der Strafraumgrenze ins linke Kreuzeck das 2:1 erzielte.

In der 2. Hälfte bekam unser Team das Spiel in den Griff. Einige tolle Chancen wurden aber einerseits vergeben oder unsere StürmerInnen scheiterten an der überharten Abwehr der Gegner. Bei einer umstrittenen Aktion wurde von uns allzu heftig ein Elfmeter reklamiert, sodass Schiedsrichter Ernst Eisner zur gelben Karte griff. Nach einem klaren Foul an Michael Orthacker im Strafraum gab es dann wirklich einen Elfmeter für unser Team, den Stefan Schlüsselbauer kaltblütig zum 3:1 verwertete. Als schließlich Stefan Grillnberger zum 4:1 abstaubte, nachdem der Tormann einen Schuss von Stefan Schlüsselbauer nur kurz abwehren konnte, war das Spiel entschieden. Mit letzten erfolglosen Angriffen der Jungsenioren ging das Spiel zu Ende und die Revanche für die knappe Niederlage im Herbst war geglückt.

Unser Dankeschön gilt dem Schiedsrichter Ernst Eisner, der die Partie trotz einiger brenzliger Situationen souverän leitete und der ASKÖ Doppl-Hart, die den Fußballplatz wiederum zur Verfügung stellte.

Die Spiel- und Punkteregeln der U69

1) Es gibt keine Torfrau bzw. keinen Tormann

2) Es gibt kein Seitenout und kein Abseits. Absichtliches Handspiel wird mit einem Freistoß* bestraft. Bei allem Anschein nach unabsichtlichem Handspiel wird weitergespielt, außer die Verursachenden selbst möchten, dass das Handspiel geahndet wird. *Zu beachten ist 5).

 

3) Nach einem Torout oder Corner (außer dem 5.) muss der Ball vom Torraum weggespielt werden

4) Nach 5 Cornern gibt es einen Penalty

5) Begeht die „letzte“ Spielerin bzw. der „letzte“ Spieler ein Foul oder ein absichtliches Handspiel, wird das ebenso mit einem Penalty geahndet

6) Bevor eine Spielerin bzw. ein Spieler zu einem 2. Penalty antreten kann, müssen zuerst alle anderen SpielerInnen der Mannschaft ihren Penalty absolviert haben

7) Wird die letzte Spielminute angesagt, dann läuft das Spiel so lange weiter bis der Ball entweder im Tor bzw. Torout oder im Corner landet. Ein daraus möglicherweise resultierender Penalty wird noch durchgeführt

a) Für einen Sieg gibt es 4 Punkte, für ein Unentschieden 2 Punkte und für eine Niederlage einen „ Anwesenheitspunkt“ pro SpielerIn

b) Ein Spiel wird gewertet, wenn mehr als die Hälfte der geplanten Spielzeit mit mindestens 3 SpielerInnen pro Team absolviert wurde

c) Scheidet eine Spielerin bzw. ein Spieler vor der Hälfte der geplanten Spieldauer verletzt aus und die Aufstellung wird verändert, dann gibt es für das bisherige Spiel keine Punkte. Wird die Aufstellung nicht verändert, dann läuft das Spiel normal weiter und auch die ausgeschiedenen SpielerInnen erhalten die entsprechenden Punkte. Vor der Hälfte ausgeschiedene Spieler erhalten zumindest einen Anwesenheitpunkt.

d) Wer zu Ende des Spieljahres (eine Woche vor der Weihnachtsfeier) die höchste Anzahl von Punkten erzielt hat, wird zur Spielerin bzw. zum Spieler des Jahres gekürt

XXII. Trainingslager Jindřichův Hradec 6.4.-9.4.2017

Teilnehmende: Klaus Anderwald, Hans Angeli, Anton Eibelhuber, Ernst Eisner, Claudia Fischer, Stefan Grillnberger, Sylvia Habli, Karl Habli, Maria Hötzendorfer, Adi Hötzendorfer, Kerstin Kammerstätter, Silke Leblhuber, Claudia Lew, Hans Lew, Gerhard Liftinger, Richard Öhlinger, Michael Orthacker, Stefan Schlüsselbauer, Regina Schmidtseder, Hans Schweighardt, Sepp Söllinger.

Die An – und Abreise erfolgte, wie die letzten Jahre, mit der Bahn und dem mittlerweile traditionellen Schienenersatzverkehr mittels Bus.

Unterkunft: Die Unterkunft war im Zentrum direkt neben dem Schloss. Das Hotel Bila Pani hat eine wundervolle Lage und ist einwandfrei ausgestattet. Genauso gut war die Verpflegung. Die Stadt und das Hotel sind eine allgemeine Reiseempfehlung wert.

Das Kulturprogramm erstreckte sich über zwei Tage. Am Freitag besuchten wir die wunderschöne und sehenswerte Stadt Třeboň. Geplant wäre eine Radtour in das nahe gelegene Třeboňsko sowie der Besuch der berühmten Gruft der Schwarzenbergs gewesen. Leider ließ das Wetter diese Aktivitäten nicht zu. Somit besichtigten wir nur kurz die Stadt, die Brauerei wurde länger besichtigt.

Der zweite Tag stand im Zeichen der Stadt Jindřichův Hradec. Die Stadt mit ihrer Burg im Zentrum gehört zu den malerischsten und schönsten Orten Südböhmens. Außerdem wurde hier angeblich der Absinth erfunden und der 15. Längengrad verläuft durch die Stadt (unser Trainingsplatz lag beinahe auf diesem Längengrad).

Die Abende haben wir im Pub Zlata Husa in der Fußgängerzone ausklingen lassen, welches ebenso eine Empfehlung wert ist.

Sportliches: Der einwandfreie Kunstrasenplatz war nur 10 Minuten zu Fuß vom Hotel entfernt. Direkt neben dem Platz gab es eine kleine Kantine zur Stärkung nach dem Spiel. Leider konnten wir nicht auf die gewohnten Metertore (Hupalgoi) spielen, wir mussten Kleinfeldtore hinlegen und umdrehen.

Das traditionelle Alt vs Jung war heuer etwas Besonderes. Eine 16 Jahre andauernde Durststrecke der Alten wurde beendet. Diese scheuten keine Mühen und Kosten für diesen Sieg. Obwohl sie, wie jedes Jahr, um einen Spieler mehr waren, ließen die Alten für nur dieses Spiel Hans Angeli einfliegen. Wieviel sie dem sehr starken Allrounder bezahlten, ist bis heute ein Geheimnis. Auf Seiten der Jungen war ein wahrscheinlich entscheidender Ausfall zu beklagen. Der beste Stürmer, Stefan, konnte leider nicht mitspielen. Er zog sich am Tag davor eine Verletzung zu. Auch andere Leistungsträger der Jungen konnten auf Grund von Verletzungen ihr normales Niveau nicht erreichen.

Dennoch gingen die Jungen durch Stefan Grillnberger und die groß aufspielende Silke rasch 3:0 in Führung. Heftig gestritten wurde dabei um das 3.Tor, von dem dia Alten behaupteten, dass es nie erzielt wurde. In diesem Psychokrieg wurden sogar die Zuschauer mit einbezogen und das nervenaufreibende Spiel wäre einzelnen Spielern beinahe zu viel geworden.

Doch Karl ließ das alles kalt. Er lief zur Höchstform auf und netzte auf Seiten der Alten sage und schreibe fünf Mal ein (alle Tore der Alten)! Obwohl die Jungen bis zum Schluss aufopferungsvoll und vorbildlich kämpften, konnten sie die Niederlage nicht mehr verhindern. Die Verteidigung der Alten war knochenhart und ließ in der zweiten Hälfte kein Tor mehr zu.

Erwähnt werden soll die unglaublich starke Leistung von Karl sowie die ebenso starke Leistung der mitspielenden Damen (Claudia, Regina, Silke und Sylvia), die geschlossen bei den Jungen spielten.

Am Abreisetag wurde noch ein Spiel der tschechischen Kreisliga zwischen dem FK Jindřichův Hradec 1910 und dem FK Rašelina Soběslav angesehen. Das Spiel verlor der Gastgeber nur knapp. Die schöne Anlage und das tolle Spiel hatten leider einen Schönheitsfehler, es gab kein Bier auf dem Platz zu kaufen!

Text: Michael Orthacker