
Als Hans in den 80er Jahren zu unserer Fußballgemeinschaft stieß, wussten wir noch nicht, welche Bereicherung er für uns sein sollte. Er hat uns seitdem auf vielen Gebieten immer auf eine sehr unterhaltsame und charmante Art inspiriert, .herausgefordert, aber auch manchmal genervt. Wenn wir uns an ihn erinnern, so können wir eigentlich nur lustige Begebenheiten anführen:
Hans war ein ballverteilender Mittelfeldspieler mit sparsamer Laufleistung. Er kritisierte unser nachfolgendes intensives Duschen trocken mit “ tats es ned übertreibn!“
Nach dem Spiel war er ein lustiger, aber bei den themenübergreifenden Besprechungen auch ein herausfordernder Diskutant (dazu einige Beispiele):
— Seine Fußballidole Johan Cruyff und Maradona gingen ja noch, Kevin Kampl aber schon gar nicht.
— Literarisch wollte er uns für Knut Hamsun begeistern und scheiterte.
— Hans war ein sehr talentierter Porträtmaler. Einige von uns sind in der glücklichen Lage einen oder mehrere „Schweighardts“ zu besitzen. Besonders intensiv befasste er sich mit Julius Caesar. Ich glaube nur Hans wusste, wie er wirklich ausgesehen hatte.
— Musikalisch kam erst in den letzten Jahren sein Idol zum Vorschein, nämlich Bob Dylan. Hier gestattete er eigentlich keinen Widerspruch.
Unvergesslich war seine Vergesslichkeit nach dem Trainingslager in Platamonas. Von dort flog er praktisch ohne Gepäck wieder nach Hause.
So war Hans für uns ein Lieferant von vielen lustigen Begebenheiten, sei es verbal oder physisch. Auch wenn er in den letzten Jahren nicht mehr spielte, war er doch ein steter und willkommener Besucher unserer Nachsitzungen.
Wir werden ihn nicht vergessen, wir können dies auch gar nicht. Wir werden versuchen seine immer positive Stimmung und seine Toleranz weiter zu tragen.
Nachruf verfasst von Richard Öhlinger