XXIV. Trainingslager der U69 in Prachatice, 4.-7.4.2019

Teilnehmer: Böcksteiner Simone, Böcksteiner Daniel, Broos Bernhard, Eibelhuber Toni, Eisner Ernst, Grillnberger Stefan, Habli Karl, Hofstadler Manuela, Hofstadler Josi, Hötzendorfer Maria, Hötzendorfer Adi, Leblhuber Silke, Lew Claudia, Lew Hans, Liftinger Gerhard, Öhlinger Richard, Orthacker Michael, Schlüsselbauer Stefan, Schmidtseder Regina, Schweighardt Hans, Söllinger Sepp, Zollner Andi

Prachatice war mit dem öffentlichen Verkehr nicht einfach zu erreichen. Erste Station war Budweis, wie bei allen unseren Trainingslagern in Böhmen. Ein kurzer Aufenthalt im Bahnhofsbeisl bot die Gelegenheit, bislang noch nie verkostetes DUDAK-Bier aus Strakonice zu probieren. Weiter ging es mit der Bahn nach Cicenice, einem Bahnknotenpunkt in der Einöde. Hier stiegen wir in den „Regiosprinter“ der Lokalbahn Cicenice-Nove Udoli um und erreichten nach weiteren 30 Kilometern und insgesamt fast 5 Stunden Reisezeit endlich Prachatice.

Prachatice (deutsch Prachatitz) ist eine der schönsten Städte in Südböhmen, bei uns zu Unrecht relativ unbekannt. In der Vergangenheit war Prachatitz ein wichtiger Ort am Goldenen Steig, auf dem Salz von Passau nach Prag transportiert wurde. Äußerst sehenswert sind das historische Stadtzentrum mit seinen Bauten aus der Spätgotik und Renaissance, die imposante spätgotische Kirche und das mächtige Untere Tor (siehe obiges Bild) mit Teilen der alten Stadtmauer.

Unser Hotel Koruna lag mitten in der historischen Altstadt in unmittelbarer Nachbarschaft zur örtlichen Brauerei – ein idealer Standort sozusagen. Folgerichtig verbrachten wir den ersten Abend im Pivovar Prachatice. Interessant war hier die etwas eigenwillige kulinarische Interpretation von Schweinsrippchen (Zebras). Dazu gab es köstliche verschiedengrädige Biere von 10° bis 15°. Der kulinarische Höhepunkt war aber am zweiten Abend der Besuch des italienisch geprägten Restaurants Cerny medved (Schwarzer Bär), wo auf Haubenniveau gekocht wurde. Am letzten Abend beeindruckte das indische Restaurant Tandoor mit vorzüglichen aber teilweise extrem scharfen Speisen.

Am Freitagnachmittag fuhren wir, geleitet von falschen Informationen bezüglich Öffnungszeiten aus dem Internet, mit dem Bus zum Schloss Kratochvile (Kurzweil). Leider ( manche meinten Gott sei Dank) war das Schloss freitags nicht zugänglich und so verbrachten wir die Zeit bis zur Rückfahrt auf der Terrasse des benachbarten und geöffneten Restaurants mit herrlichem Blick auf das Schloss.

Der Trainingsplatz mit Kunstrasen war in ausgezeichnetem Zustand, und auch die Spieltermine konnten aufgrund der perfekten Organisation von Ernst pünktlich eingehalten werden.

Das siegreiche Youngster-Team

Das traditionelle Fußballspiel Alt gegen Jung fand diesmal erst am Samstagnachmittag statt. Dieser spätere Termin hatte böse Folgen für die um durchschnittlich fast 25 Jahre älteren Senioren. Bereits merkbare Konditionsschwächen, bedingt auch durch lange Baraufenthalte (Celtic Bar, Club 111), sowie diverse Blessuren wurden vom Youngster -Team unbarmherzig ausgenutzt. Durch 3 Tore der groß aufspielenden Silke war die Partie bereits nach 10 Minuten entschieden. Letztendlich siegte das in allen Belangen deutlich überlegene Youngster-Team mit 5:0.

Die geschlagenen Oldies

Nach dem Spiel Alt gegen Jung sahen wir ein Match der 1. Liga Südböhmen zwischen dem FK Tatran Prachatice und dem TJ Nova Ves. Das heimische Team konnte dabei nach einem 0:1 Rückstand schließlich noch mit 3:1 siegen.

Mit der 4. und letzten Trainingseinheit am Sonntagvormittag, bei der sensationell noch 13 SpielerInnen aktiv waren, endete ein äußerst gelungenes Trainingslager. Überraschenderweise sollte der „sportliche“ Höhepunkt allerdings noch folgen. Ein einstündiger Aufenthalt am Umsteigebahnhof Cicenice ermöglichte es uns zufällig, das drittklassige Fußballspiel zwischen Blata Cicenice und Balvani Strakonice teilweise zu beobachten. Dieses Spiel auf einem unebenen, holprigen Spielfeld war geprägt von unbändigem Einsatz, brutalen Fouls und spektakulären Kollisionen mehrerer Spieler – Simmering gegen Kapfenberg dagegen ein Spiel von Waisenknaben. Übrigens ergab die Recherche, dass Cicenice 2:0 gewann.

Unser aller Dank gilt wiederum Ernst Eisner für die hervorragende Organisation des Trainingslagers.



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